Zivilisationen erleiden Rückschritte und schreiten voran


Der Darwinismus behauptet, der Mensch - und somit seine Kultur - habe sich aus einem primitiven, unterentwickelten Stadium zur Zivilisation entwickelt. Archäologische Funde zeigen jedoch, daß es seit den ersten Tagen der Geschichte der Menschheit Perioden mit Gesellschaften gegeben hat, die sehr fortgeschrittene Kulturen hatten, und zwar gleichzeitig mit anderen Kulturen, die weniger weit fortgeschritten waren. Tatsächlich haben fast immer sehr reiche Kulturen zur selben Zeit existiert wie zurückgebliebene. Im Verlauf der Geschichte hatten die meisten Gesellschaften derselben Periode ganz unterschiedliche Niveaus an Technologie und Zivilisation, mit sehr großen soziologischen und kulturellen Unterschieden - genau wie heute.

21. Jahrhundert - Kolumbien

Ein Papua in Australien

Selbst im 21. Jahrhundert frönen manche Gesellschaften noch dem Aberglauben. Sie beten zu falschen Göttern, die ihnen weder schaden noch nutzen können. Hier sehen wir einen Häuptling der Arhuaco Indianer bei einem Ritual, nachdem sie angegriffen worden waren. Der Häuptling sagt, sie riefen die alten Geister der Natur zu Hilfe, um den Berg zu beruhigen. (Stephen Ferry, "Keepers of the World" (Bewahrer der Welt), National Geographic, Oktober 2004)

21. Jahrhundert - Miami, USA

In einem Teil der Welt leben die Menschen in primitiver Umgebung, während sie im anderen Teil in komfortablen Wolkenkratzern leben und mit dem Flugzeug und auf luxuriösen Kreuzfahrtschiffen reisen. Im Gegensatz zu den Behauptungen der Evolutionisten haben "primitive" und fortgeschrittene Gesellschaften immer gleichzeitig existiert, wie noch heute.

 

Zum Beispiel ist der nordamerikanische Kontinent heute in Medizin, Wissenschaft, Architektur und Technologie sehr weit fortgeschritten, doch gibt es in Südamerika Gemeinschaften, die technologisch äußerst rückständig sind, ohne Verbindung zur Außenwelt. In vielen Teilen der Welt werden Krankheiten mit Hilfe modernster Imaging-Techniken diagnostiziert und in modernen Krankenhäusern behandelt. In anderen Teilen der Welt glaubt man immer noch, Krankheiten entwickelten sich unter dem Einfluß böser Geister, und man versucht die Heilung der Kranken vermittels Zeremonien, die diese Geister austreiben sollen. Die alten Völker am Indus, die Ägypter und Sumerer besaßen um 3000 v.Chr. Kulturen, die in jeder Hinsicht reicher waren, als die der heutigen Stämme, sogar reicher, als die Kultur fortgeschrittenerer Gesellschaften. Das bedeutet, daß zu allen Zeiten der Geschichte hochentwickelte Zivilisationen zur selben Zeit wie zurückgebliebene Zivilisationen gelebt haben. Tatsächlich kann eine Gesellschaft, die vor Tausenden Jahren gelebt hat, weit fortgeschrittener gewesen sein, als eine des 21. Jahrhunderts. Das zeigt, daß es keine Entwicklung vom Primitiven zum Zivilisierten innerhalb eines Evolutionsprozesses gegeben hat.

Natürlich hat es im Verlauf der Geschichte auf allen Gebieten große Fortschritte gegeben, dank der Akkumulation von Kultur und Erfahrung besonders große in Wissenschaft und Technologie. Doch es ist weder rational noch wissenschaftlich, diese Veränderungen als Evolutionsprozess in dem Sinn zu bezeichnen, wie es Evolutionisten und Materialisten tun. Wie es keinen Unterschied gibt zwischen den physischen Merkmalen eines heutigen Menschen und eines Menschen der vor Tausenden Jahren lebte, gibt es auch gar keinen Unterschied in deren Intelligenz und Fähigkeiten. Die Vorstellung, unsere Zivilisation sei fortgeschrittener, weil Hirnkapazität und Intelligenz des Menschen des 21. Jahrhunderts höher entwickelt seien, ist eine falsche Perspektive, resultierend aus evolutionistischer Indoktrination. Tatsache ist, daß Menschen in ganz unterschiedlichen Regionen verschiedene Kulturen aufweisen. Doch wenn ein australischer Ureinwohner nicht über dasselbe Wissen verfügt, wie ein Wissenschaftler aus den USA, so bedeutet das nicht, seine Intelligenz und sein Hirn seien nicht weit genug entwickelt. Viele Menschen, die in solche Gesellschaft hinein geboren werden, mögen vielleicht keinen elektrischen Strom kennen, sie können jedoch trotzdem hochintelligent sein.


Die Umgebung eines Volkes sagt nichts aus darüber, ob dessen Verstand primitiv oder fortschrittlich ist. Zu allen Zeiten haben die Menschen unter verschiedenen Bedingungen gelebt und verschiedene Bedürfnisse entwickelt. Das Architekturverständnis der alten Ägypter unterscheidet sich von dem unseren, doch das bedeutet nicht, dass unsere Kultur notwendigerweise fortschrittlicher ist. Ein Wahrzeichen der Zivilisation des 20. Jahrhunderts ist der Wolkenkratzer, im alten Ägypten waren es die Pyramiden und Sphinxen.

Hinzu kommt, daß sich in verschiedenen Jahrhunderten unterschiedliche Bedürfnisse entwickelten. Unsere Mode ist nicht dieselbe, wie die der alten Ägypter, doch das heißt nicht, daß unsere Kultur fortgeschrittener ist als ihre. Während Wolkenkratzer die Symbole der Zivilisation des 21. Jahrhunderts sind, waren es bei den Ägyptern die Pyramiden und Sphinxen.

Wichtig ist die Perspektive, aus der die Fakten interpretiert werden. Wer mit der vorgefassten Meinung beginnt, die Fakten verwiesen auf eine evolutionäre Entwicklung, wird alle Informationen, die er bekommt, im Licht dieses Vorurteils bewerten, und so wird er seine Feststellungen durch Märchen untermauern. Aufgrund fossilierter Knochenfragmente wird er massenhaft Details zusammenphantasieren, wie die Menschen dieser Region ihren Alltag verbrachten, über ihre familiären Bindungen und ihre sozialen Strukturen. Aus den Knochenfragmenten wird er schließen, daß die Menschen, denen zu sie einst gehörten, halbaufgerichtet und grunzend umherliefen, vollständig behaart waren und grobe Steinwerkzeuge benutzten - nicht etwa weil die wissenschaftliche Beweislage dies ergibt, sondern weil seine Ideologie es verlangt. Die tatsächlichen Fakten implizieren jedoch ein solches Szenarium überhaupt nicht. Diese Illusion entsteht nur durch eine von darwinistischer Mentalität geprägte Interpretation.


Archäologen, die sich zur Zeit, mit detaillierten Interpretationen der fraglichen Zeit befassen, Fossilien, Steingravuren und Höhlenwandmalereien untersuchen, kommen zu ganz anderen Schlüssen. Doch die Evolutionisten schreiben aufgrund ihrer vorturteilsbehafteten Analyse der Funde immer noch über praktisch alle Details des Lebens sogenannter primitiver Menschen. Ihre abstrusen Beschreibungen und Illustrationen füllen noch immer die Seiten vieler Magazine und Zeitungen.

Im folgenden eines der Szenarien über das Alltagsleben des sogenannten primitiven Menschen, entworfen von Louis Leakey, einem der bekanntesten Evolutionisten: Stellen wir uns vor, wir könnten zurückschauen in der Geschichte und die Ereignisse in einem Felsenversteck vor 20 oder 30 Tausend Jahren beobachten: "Ein steinzeitlicher Jäger durchstreift das Tal nach jagdbarem Wild, wobei er eine kleine Höhle oben in der seitlich von ihm befindlichen Felswand erspäht. Äußerst vorsichtig nähert er sich und klettert hinauf, damit rechnend, eine andere Familie könnte sich bereits dort niedergelassen haben und ihm, dem Eindringling, feindlich gesinnt sein. Er könnte auch einen Höhlenlöwen oder Höhlenbären aufscheuchen, was noch gefährlicher wäre. Als er nahe genug heran ist, stellt er jedoch fest: Die Höhle ist unbewohnt. Er geht hinein, untersucht sie genauestens und befindet, dies sei ein viel passenderer Unterschlupf für seine Familie, als das kleine Versteck, in dem sie momentan leben. So kehrt er um, seine Familie herzubringen. Als nächstes sehen wir, wie die Familie herankommt und sich in ihrem neuen Heim einrichtet. Ein Feuer wird entfacht, entweder mit Hilfe von aus der alten Behausung mitgebrachter, sorgfältig gehüteter Glut oder mit Hilfe eines hölzernen Feuerbohrers. (Wir können nicht mit Sicherheit sagen, mit welchen Methoden der Steinzeitmensch Feuer machte, wir wissen aber, daß er bereits in frühester Zeit Feuer kannte, denn Feuerstellen sind ein gemeinsames Merkmal fast aller Höhlensiedlungen und Felsverstecke.) Nun werden sich einige aus der Familie aufgemacht haben, Gras und Farne zu sammeln, um Betten herzurichten, auf denen die Familie schlafen würde, während andere Äste und Zweige von Büschen und Bäumen brachen, um einen einfachen Schutz am Höhleneingang zu errichten. Häute verschiedener wilder Tiere werden in dem neuen Heim ausgerollt und die vorhandenen Haushaltsgerätschaften werden verstaut. Nun ist die Familie vollständig eingerichtet, und das Alltagsleben wird wieder aufgenommen. Die Männer jagen und stellen Tierfallen auf, um Nahrung heranzuschaffen, wobei die Frauen wahrscheinlich helfen, indem sie eßbare Früchte, Nüsse und Wurzeln sammeln." 2

Diese bis ins letzte Detail ausgeführte Beschreibung hat nicht die winzigste wissenschaftliche Grundlage, sondern entstammt einzig und allein der Phantasie des Autors. Evolutionisten, die ähnliche Märchen verzapfen, gründen ihre Detailreichtum einzig auf ein paar Knochenstücke, wobei diese Fossilien in Wahrheit beweisen, daß niemals ein Evolutionsprozess stattgefunden hat - das genaue Gegenteil dessen, was Evolutionisten behaupten. Knochen können ganz offensichtlich keine definitive Information über die Emotionen urzeitlicher Menschen liefern, über ihr Alltagsleben, oder wie sie die Arbeit unter sich aufteilten.

Doch das Märchen von der menschlichen Evolution ist angereichert mit zahllosen solcher Szenarien und Illustrationen, die von Evolutionisten intensiv benutzt und verbreitet werden. Unfähig sich von diesem Dogma der Evolution zu lösen, seitdem die Theorie vorgestellt wurde, haben sie unterschiedliche Versionen des oben beschriebenen Szenariums entwickelt. Doch es ist nicht ihre Absicht, zu erklären, sondern durch Propaganda zu indoktrinieren, die Menschen glauben zu machen, der primitive Mensch habe einst wirklich existiert .

Viele Evolutionisten versuchen, mit solchen Szenarien ihre Behauptungen zu stützen, selbst wenn es dafür keinerlei Beweis gibt. Doch jeder neue Fund, der in voreingenommener Weise interpretiert wird, enthüllt ihnen ganz klar bestimmte Fakten, zum Beispiel: Der Mensch ist Mensch seitdem er ins Dasein kam. Eigenschaften wie Intelligenz und Kunstfertigkeit waren zu allen Zeiten der Geschichte dieselben. Die Menschen der Vergangenheit waren nicht primitive, halb menschliche und halb affenähnliche Kreaturen, wie die Evolutionisten uns einreden wollen. Es waren denkende, sprechende Menschen, die Kunst hervorbrachten und kulturelle und ethische Strukturen entwickelten. Wie wir in Kürze sehen werden, wird dies durch archäologische und paläontologische Funde unwiderlegbar bewiesen.

Was wird bleiben von unserer Zivilisation?

Stellen Sie sich vor, was von den heutigen großen Zivilisationen in einigen Hunderttausend Jahren übrig sein wird. All unsere akkumulierte Kultur - Gemälde, Statuen und Paläste - werden verschwunden sein und kaum eine Spur unserer heutigen Technologie wird übrig sein. Viele Materialien, designed, zu überdauern, werden schrittweise unter natürlichen Bedingungen verfallen. Stahl rostet. Beton zerfällt. Unterirdische Anlagen brechen zusammen, und alle Materialien erfordern Instandhaltung. Stellen Sie sich nun vor, Zehntausende Jahre seien vergangen, Tausende Gallonen Regen seien gefallen, Jahrhunderte grimmiger Stürme, wiederholte Überflutungen und Erdbeben. Alles was bleiben wird, sind riesige bearbeitete Steine, behauene Blöcke, aus den Gebäude bestehen sowie die Reste verschiedener Statuen, genau dasselbe also, wie das, was aus der Vergangenheit auf uns überkommen ist. Vielleicht wird keine konkrete Spur unserer fortgeschrittenen Zivilisationen übrig sein, anhand derer unser Alltagsleben nachvollzogen werden könnte, nur das von in Afrika, Australien oder anderswo lebenden Stämmen. Von der Technologie, die wir besitzen, Fernsehgeräte, Computer, Mikrowellenherde etc. wird nichts übrig bleiben, außer den Hauptumrissen eines Gebäudes oder einigen Fragmenten von Statuen. Wenn die Wissenschaftler der Zukunft diese verstreuten Überreste betrachten und alle Gesellschaften dieser Zeit als "kulturell rückständig" bezeichnen, haben sie sich dann nicht von der Wahrheit entfernt?

L'AN 2000

Des archéologues de tendance évolutionniste affirment que les sculptures de bison dans la grotte de Tuc d'Audoubert en contrefort des Pyrénées dans le sud de la France - dont les statues n'ont pas moins de valeur artistique que les œuvres de Rodin par exemple - furent créées par des hommes soi-disant primitifs. Mais la technique et l'esthétique de l'ouvrage ne laissent pas de doute sur le fait que les auteurs de ces statues ne diffèrent en rien physiquement et mentalement des hommes d'aujourd'hui, et peut-être même qu'ils s'avèrent nettement plus sophistiqués que certains de nos contemporains.

Das Jahr 8000

Würde Rodins "Denker" in 6000 Jahren entdeckt werden und würden die Menschen das Werk mit denselben Vorurteilen wie manche Wissenschaftler heute interpretieren, so würden sie annehmen, die Menschen des 20. Jahrhunderts hätten einen Menschen, der nachdenkt, angebetet, wären noch nicht sozialisiert gewesen etc. Würde das nicht zeigen wie weit sie von der Wahrheit entfernt wären?

 


DIE WAHRE GESCHICHTE WIRD GEHEIM GEHALTEN

Das Meiste, was wir über Geschichte wissen, stammt aus Büchern. Die Leser zweifeln selten am Inhalt solcher Bücher und nehmen ihren Inhalt für bare Münze. Doch besonders, wenn es um die Geschichte der Menschen geht, präsentieren die Bücher eine Theorie, die aufgrund eines Konzepts entstand, dass in den Gebieten der Biologie, Molekularbiologie, Paläontologie, Genetik, Biogenetik und Anthropologie nicht mehr gültig ist. Durch den Zusammenbruch der Evolutionstheorie ist auch unser auf ihr beruhendes Geschichtsverständnis ungültig geworden.
Der Historiker Edward A. Freeman diskutiert, in welcher Weise unser "Wissen" über Geschichte die "Fakten" widerspiegelt:

...In allen historischen Fragen befassen wir uns mit Fakten, die selbst dem Einfluss des menschlichen Willens und seiner Launen unterliegen und für deren Beweis wir auf die Glaubwürdigkeit menschlicher Informanten vertrauen, die uns jedoch absichtlich oder unabsichtlich irreführen können. Der Mensch kann lügen. Er kann irren.6

Wie können wir also sicher sein, dass die uns vermittelte Geschichte wahr ist?

Zunächst einmal müssen wir der objektiven Fakten sicher sein können, die uns von Historikern und Archäologen präsentiert werden. Wie bei den meisten abstrakten Konzepten kann die Interpretation der Geschichte für verschiedene Menschen verschiedene Dinge bedeuten. Der Bericht eines Ereignisses kann unterschiedlich sein, abhängig von dem Gesichtspunkt desjenigen, der es berichtet; und die Interpretation von Ereignissen ist oftmals anders, wenn sie von Individuen stammen, die nicht dabei waren.

"Geschichte" ist definiert als die chronologische Aufzeichnung von Ereignissen der Vergangenheit. Was den Ereignissen Sinn und Bedeutung gibt, ist, wie der Historiker sie präsentiert. Die Geschichte eines Krieges kann zum Beispiel beeinflusst sein durch die Meinung des Autors darüber, welche Seite im Recht war. Wenn ihm eine Seite sympathisch ist, so wird er sie als Vorreiter der Freiheit ansehen, selbst wenn sie das gegnerische Territorium okkupiert hat und zahlreiche Grausamkeiten begangen hat.7 Wenn sie zum Beispiel die Geschichtsbücher zwei feindlicher Nationen untersuchen, so werden Sie sehen, dass jede dieselben Ereignisse völlig anders interpretiert.


Wenn ein Historiker mit nationalsozialistischen Ansichten den 2. Weltkrieg analysiert, so wird er vielleicht Hitler als großartigen Führer darstellen. Doch das Photo unten, aufgenommen im Konzentrationslager Buchenwald, zeigt nur ein Beispiel des furchtbaren Massenmordens, das Hitler entfesselte.

Das ist genau das, was evolutionistische Historiker und Wissenschaftler heute tun. Ohne konkrete Beweise, auf die sie sich stützen könnten, präsentieren sie ihre so genannte evolutionäre Geschichte der Menschheit als gesicherte Tatsache. Sie ignorieren die stichhaltigen Beweise, die ihre Theorie widerlegen, interpretieren die Beweise im Rahmen ihrer eigenen Vorurteile und präsentieren diese Geschichte, die manche Wissenschaftler wie eine Ideologie übernommen haben, wie ein Naturgesetz.

 

WAS BLEIBT NACH ZEHNTAUSENDEN JAHREN?

Verglichen mit der Geschichte der Menschheit ist der Lebenszyklus der Materialien beim Bau und in der Industrie sowie der Lebenszyklus technologischer Produkte und Produkten aus den Bereichen des täglichen Lebens relativ kurz. Da die Menschen vor zehntausenden Jahren in wenn auch anspruchsvoll gebauten Holzhäusern lebten, ist es vollkommen verständlich, dass davon heute nur noch wenig übrig ist. Stellen Sie sich vor, unsere Zivilisation würde durch eine schreckliche Katastrophe zerstört. Wie viel würde von ihr in Hunderttausend Jahren übrig sein? Wenn zukünftige Menschen uns auf der Basis von ein paar Knochen und Fundamenten als primitiv bezeichnen würden, wie zutreffend würde diese Beschreibung wohl sein?



In Zehntausend Jahren werden diese modernen Steinhäuser hier nicht anders aussehen, als die Ruinen von Catal Hüyük. Unter normalen Bedingungen verrottet zuerst das Holz, dann korrodieren die Metalle. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden nur die steinernen Wände übrig bleiben und Töpfe und Schüsseln aus Keramik. Wenn dem so ist, werden Behauptungen zukünftiger Archäologen, die Menschen um 2000 n.Chr. hätten ein primitives Leben geführt, an der Wahrheit vorbei gehen. Die heutigen Evolutionisten sind in derselben Lage.

LIn einigen Zehntausend Jahren wird alles, was von unseren heutigen Gebäuden übrig ist, aus ein paar Steinblöcken bestehen. Holz und Objekte aus Eisen werden verschwunden sein. Nichts wird zum Beispiel übrig sein von den herrlichen Wandgemälden des Çýraðan Palastes, den schönen Möbeln, den herrlichen Vorhängen und Teppichen, den Kronleuchtern. Diese Materialien werden verrotten und verschwinden. Jemand, der in ferner Zukunft auf den Resten des Çýraðan Palastes steht wird wohl nur noch ein paar Steine und vielleicht etwas von den Fundamenten sehen. Würde man auf dieser Basis nun urteilen, die Menschen unserer Zeit hätten noch keine Siedlungen errichtet, sondern in primitiven Unterkünften aus aufeinander gestapelten Steinen gelebt, so wäre das eine völlig falsche Analyse.


Die Überreste, die heute sichtbar sind, können einst außergewöhnlich schöne Gebäude gewesen sein, gerade so wie der Çýraðan Palast. Würde man Möbel auf die Ruinen stellen und sie mit Vorhängen, Teppichen und Lampen dekorieren, wäre das Ergebnis wieder beeindruckend.

Der Quran bezieht sich auf untergegangene Gesellschaften, die weit fortgeschritten waren, was Architektur, Kultur und Wissen angeht. Ein Vers berichtet uns, dass die Gesellschaften der Vergangenheit sehr überlegen waren:

Reisten sie denn nicht im Land umher und sahen, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Sie waren stärker an Kraft als sie und hinterließen mehr Spuren im Land. (Sure 40:21 - Ghafir)


DIE MENSCHEN VOR 1,5 MILLIONEN JAHREN SORGTEN FÜR DIE ALTEN


In einem Sonderheft über die wissenschaftlichen Entdeckungen des Jahres berichtete das Magazin Discover über diese Entdeckung, die enthüllte, dass sich die Menschen schon vor Millionen Jahren um ihre Kranken kümmerten und sich um ihr Wohlergehen sorgten. Der Fund, von dem unter dem Titel "Pflegte Homo Erectus(*) Coddle seine Großeltern?" berichtet wurde, zeigte erneut, dass Menschen zu keinem Zeitpunkt der Geschichte wie Tiere lebten, sondern immer als Menschen.

Ein Fossil aus Dmanisi in Georgien, gefunden 2005, offenbart einmal mehr, dass die "Evolution der Menschheitsgeschichte" nicht mit den Fakten übereinstimmt. Den unwissenschaftlichen Behauptungen der Evolutionisten zufolge lebten die ersten Menschen wie Tiere, ohne Familie und Sozialordnung. Doch ein einst zu einem älteren Menschen gehörendes Schädelfossil, entdeckt von dem Paläoanthropologen David Lordkipanidze, zeigt, dass diese Behauptungen unwahr sind.

Das Fossil gehörte zu einer älteren Frau, die nur noch einen Zahn hatte. Wissenschaftler glauben, dass sie von mehreren Krankheiten befallen war. Dass sie trotz vieler Gebrechen ein hohes Alter erreichte, ist ein stichhaltiger Beweis, dass man sich um sie gekümmert hat, und dass man generell für einander sorgte. Lordkipanidze schreibt:

Es ist klar, dass es sich um ein krankes Individuum gehandelt hat... Wir glauben, das ist ein gutes Argument, dafür, dass es die Unterstützung anderer Gruppenmitglieder gab. 8

Evolutionisten behaupten, die Menschen hätten erst 1,5 Millionen Jahre nach dem Tod dieser Frau ein soziokulturelles Verhalten entwickelt. Dieses Fossil widerlegt diese Behauptung der Evolutionisten, denn es beweist, dass die Menschen schon vor Millionen Jahren Mitgefühl für die Kranken hatten und sich um sie kümmerten. Auch diese Entdeckung zeigt, dass die Menschen nie wie Tiere gelebt haben, sondern immer wie Menschen.

(*) Evolutionisten behaupten, Homo erectus sei im Prozess der angeblichen menschlichen Evolution eine Übergangsform zwischen Affe und Mensch gewesen. Tatsache ist aber, dass es zwischen dem Skelett des heutigen Menschen und dem des Homo erectus keinen Unterschied gab, auch sein Skelett ist vollständig aufgerichtet und menschlich.

Oder wenn jemand ein in Mandarin-Chinesisch verfaßtes Schriftstück entdeckt und allein auf der Basis dieses Texts schließt, die Chinesen seien eine rückständige Rasse gewesen, die vermittels seltsamer Schriftzeichen kommunizierten, würde das die wahren Tatsachen reflektieren? Betrachten Sie als Beispiel Auguste Rodins Statue "Der Denker," die weltweit bekannt ist. Stellen Sie sich vor, sie würde von Archäologen in Zehntausenden Jahren wiederentdeckt. Wenn diese Forscher ihre eigenen vorgefassten Meinungen über Glauben und Lebensstil unserer Gesellschaft haben und ihnen ausreichende historische Dokumentationen fehlen, werden sie diese Statue auf verschiedene Weise interpretieren. Sie könnten sich vorstellen, Angehörige unserer Zivilisation beteten einen denkenden Menschen an, oder sie könnten behaupten, die Statue repräsentiere eine mythologische falsche Gottheit.

Heute wissen wir natürlich, daß "Der Denker" ein Kunstwerk ist, daß allein aus ästhetischen, künstlerischen Gründen geschaffen wurde. Wenn jedoch ein Forscher in Zehntausenden Jahren nicht über ausreichende Informationen verfügt und seine eigenen vorgefassten Meinungen über die Vergangenheit hat, kann er unmöglich hinter die Wahrheit kommen, denn er wird den Denker im Licht seine Vorurteile betrachten und ein passendes Szenarium dafür entwickeln. Deswegen ist es von allergrösster Wichtigkeit, vorhandene Informationen unvoreingenommen und vorurteilslos zu bewerten und in einem weiteren Horizont zu denken. Vergessen Sie nie, wir haben keinen Beweis, dass sich Gesellschaften entwickeln oder dass Gesellschaften der Vergangenheit primitiv waren. Solche Annahmen sind voller Vorurteile und basieren ausschliesslich auf den Analysen von Historikern und Archäologen, die die Evolutionstheorie unterstützen. Tiere darstellende Höhlenmalereien wurden sofort als primitive Zeichnungen von Höhlenbewohnern beschrieben. Doch diese Bilder können sehr wohl enorm viel über das ästhetische Verständnis der Menschen dieser Zeit aussagen. Ein Künstler, der die modernste Kleidung seiner Zeit trug, könnte diese ausschliesslich für künstlerische Zwecke produziert haben. Tatsächlich betonen viele Wissenschaftler heute, diese Höhlenmalereien seien keineswegs das Werk eines primitiven Verstandes gewesen

Ein weiteres Beispiel ist die Interpretation scharfkantiger Steine als die ersten Werkzeuge, die vom "Affenmenschen" hergestellt worden seien. Die Menschen jener Zeit könnten diese Steine geformt und für Dekorationszwecke benutzt haben. Es ist eine unbewiesene Annahme, dass die gefundenen Stücke tatsächlich von diesen Menschen als Werkzeuge benutzt wurden. Evolutionistische Wissenschaftler haben die bei den Ausgrabungen gefundenen Artefakte aus einer verzerrten Perspektive bewertet. Sie haben mit ein paar Fossilien herumgespielt, die ihre Theorien angeblich beweisen und andere ignoriert bzw. verworfen. Ähnliche Spielchen gab es, als es darum ging, zu zeigen, auch die Geschichte unterliege einer Evolution.3 Der amerikanische Anthropologe Melville Herschkowitz beschreibt, wie die These von der Evolution der Geschichte entstand und wie Evolutionisten die Fakten interpretieren:

"Die Verfechter der Existenz kultureller Evolution bieten eine hypothetische Abfolge der Phasen, die sie als Entwicklung der Menschheit begreifen, und nun haben wir viele, viele einzelne nichtlineare Schritte. Manche davon beschränken sich auf einen einzigen Aspekt der Kultur."4

Herschkowitz' Ansicht wird insbesondere bestätigt durch eine Studie, die der evolutionistische Ethnograph Lewis Henry Morgan durchgeführt hat, bei der er die Phasen untersuchte, die eine Gesellschaft durchläuft, bevor sie die patriarchalische, monogame Struktur erreicht, die sich - wie er behauptet - aus dem Primitiven heraus entwickelt hat. Doch er betrachtete verschiedene Gesellschaften auf der gesamten Erde, die auf keine Weise miteinander verbunden waren. Dann brachte er sie in Übereinstimmung mit dem Ergebnis das er erreichen wollte. Es ist klar, dass er von den Hunderttausenden Kulturen der Welt nur die aussuchte, die mit seiner vorgefassten Theorie kompatibel waren.

Herschkowitz illustriert, wie Morgan die Geschichte umschreibt, um seinen Vorstellungen Gültigkeit zu verschaffen. Er begann mit den primitiven matrilinealen Australiern und von ihnen zog eine Linie zu den patrilinealen amerikanischen Indianern. Nun folgen die griechischen Stämme der prähistorischen Zeit, bei denen die Abstammung ausschliesslich an der männlichen Linie festgemacht wurde, wobei jedoch keine strenge Monogamie herrschte. Am Ende seiner aufsteigenden Skala stand die heutige Zivilisation - mit der Abstammungsbestimmung in der männlichen Linie und strikter Monogamie.

Über diese imaginäre Sequenz sagt Herschkowitz:

"Doch diese Reihe ist, geschichtlich betrachtet absolut fiktiv..." 5

2. L.S.B. Leakey, Adam's Ancestors: The Evolution of Man and His Culture, New York and Evanston: Harper & Row, Publishers, 4th Ed., 1960, S. 9-10.
3. Abram Kardiner, extract from "Posthumous Essays by Branislau Malinowski,” in Scientific American, June 1918, p. 58.

4. Melville Herskovits, Man and His Works, New York: Knopf, 1950, S. 467

5. Ibid., S. 476

6. Edward Augustus Freeman, "Race and Language,” in Essays, English and American, with introductions notes and illustrations, New York: S. F. Collier & Son, [c1910] Harvard classics; No. XXVIII

7. Ahmad Thomson, Making History, London: Ta-Ha Publishers Ltd., 1997, S. 4

8. Zach Zorich, "Did Homo erectus Coddle His Grandparents?,” Discover, Vol. 27, No. 01, January 2006, S. 67.